Der Ablauf einer Zahnimplantation

Was kommt bei einer Implantation auf Sie zu? Am Beispiel eines Patienten mit zahnlosem Oberkiefer zeigen wir Ihnen die einzelnen vorbereitenden Schritte sowie den Behandlungsablauf der Implantation. 

Der erste Termin: Befundung und Vorbereitung

Zu Beginn der Behandlung werden Situationsmodelle vom vorhandenen Zahnersatz bzw. den verbliebenen Zähnen anfertigt. Anhand dieser Modelle wird mit dem Patienten und dem praxiseigenen Zahntechniker ein Konzept für den neuen Zahnersatz besprochen. Dabei werden ästhetische Wünsche (Lippenfülle, Aufbau der Gesichtskonturen, Länge und Form der neuen Zähne) und funktionelle Wünsche (Gaumenfreiheit, exakte Sprachfindung) berücksichtigt.

Die gewonnenen Informationen werden anschließend mit einer herausnehmbaren Zahnaufstellung (siehe Abbildung) so lange getestet und ausprobiert, bis das gewünschte Endergebnis erreicht ist. Diese Schablone wird nun speziell für die dreidimensionale Röntgenaufnahme vorbereitet, die erst jetzt nach Abschluss der Planungsphase angefertigt wird.

Mit dem digitalen Volumentomographen (DVT) werden exakte dreidimensionale Bilder des Kiefers gewonnen – strahlungsarm und bis auf einen Zehntel Millimeter genau. Der Patient wird mit eingesetzter Planungsschablone aufgenommen, anschließend erfolgt die Aufnahme der Schablone ohne Patient. Der Patient kann nun bei Bedarf die Planungsprothese als vorübergehendes Provisorium nutzen, bis der eigentliche Eingriff durchgeführt wird.

  • Planungsschablone

    Planungsschablone

  • Mit eingesetzter Schablone kann das Endergebnis simuliert werden

    Mit eingesetzter Schablone kann das Endergebnis simuliert werden

  • Strahlungsarme Röntgenaufnahme mit Planungsschablone

    Strahlungsarme Röntgenaufnahme mit Planungsschablone

Die vorbereitenden Arbeiten in der Zahnarztpraxis

Mit Hilfe eines speziellen neu entwickelten Computerprogramms werden nun beide digitalen Datensätze vereint und rekonstruiert. Anhand der dreidimensionalen Aufnahmen werden die Implantate virtuell am Computer an die gewünschte Position gestellt. Dabei wird der vorhandene Knochen optimal ausgenutzt und die im Vorfeld mit dem Patienten festgelegten Ausmaße des Zahnersatzes berücksichtigt.

Nach Abschluss der Computerplanung wird auf Grundlage des gewonnenen Datensatzes eine extrem genaue computergefräste (CNC) Bohrschablone industriell gefertigt. Die nach zirka einer Woche gelieferte Schablone dient zum einem dem praxiseigenen zahntechnischem Labor als Grundlage zur Anfertigung des geplanten Zahnersatzes der im Vorfeld komplett fertig gestellt wird.

Andererseits gewährleistet die Bohrschablone ein extrem genaues Platzieren der Implantate während der Behandlung. Zu jeder Bohrschablone wird außerdem ein individueller Bohrersatz geliefert, der die exakte Bohrtiefe vorgibt.

  • Planung der Implantate am Computer

    Planung der Implantate am Computer

  • Die Bohrschablone kann exakt geplant werden

    Die Bohrschablone kann exakt geplant werden

  • Die Bohrschablone und der im Vorfeld komplett hergestellte Zahnersatz

    Die Bohrschablone und der im Vorfeld komplett hergestellte Zahnersatz

Der zweite Termin in der Praxis: die Implantation

Nun kann der eigentliche Eingriff erfolgen: Die Schablone wird auf dem Kiefer fixiert. Die Bohrung des Implantatlagers und das Setzen der speziell für diese Technik entwickelten Implantate erfolgt durch die Schablone mit einer bisher unerreichten Genauigkeit.

Da die Implantate direkt durch die Schleimhaut gesetzt werden ist der implantologische Eingriff zielgerichtet, schnell, minimalinvasiv und gewebsschonend. Eine lokale Betäubung ist meistens völlig ausreichend, eine Schwellung bzw. Wundschmerz tritt kaum auf. Ist der Eingriff umfangreicher, wird im Allgemeinen eine Vollnarkose durchgeführt.

Nach dem Setzen der Implantate wird der vorab angefertigte Zahnersatz auf den Implantaten fixiert. Der Patient verlässt die Praxis bei entsprechenden Knochenangebot mit festsitzenden Zähnen. Im Anschluss erfolgen ein bis zwei Kontrollsitzungen, bei denen die Funktion der Zähne kontrolliert wird. Nach Abschluss der Einheilphase, die ungefähr 2 Monate in Anspruch nimmt, kann der Zahnsatz bei Bedarf überarbeitet und unterfüttert werden.

  • Einsetzen der Bohrschablone

    Einsetzen der Bohrschablone

  • Die Implantate werden minimalinvasiv direkt durch die Schleimhaut gesetzt

    Die Implantate werden minimalinvasiv direkt durch die Schleimhaut gesetzt

  • Im Anschluss wird direkt der vorgefertigte Zahnersatz eingesetzt

    Im Anschluss wird direkt der vorgefertigte Zahnersatz eingesetzt

Fazit

Da mit dieser Methode die Implantate sehr präzise eingesetzt werden können, kann der Zahnersatz schon im Vorfeld hergestellt und direkt im Anschluss an die Implantation eingesetzt werden. Die eigentliche Behandlung ist schmerzarm bis schmerzfrei – einem unbeschwertem Lächeln direkt nach der Behandlung steht somit nichts im Wege.

Haben Sie Fragen zu Implantaten?

Schreiben Sie uns! Dr. Nowak beantwortet gerne Ihre Fragen. Je präziser Sie ihr Anliegen formulieren umso besser werden wir Ihnen antworten können.

Bitte haben Sie einen Moment Geduld während Ihre Daten übertragen werden.