Implantate bei einer Freiendsituation

Implantate bei einer Freiendsituation

Die Freiendsituation beschreibt eine Bezahnung des Kiefers, bei der die Zahnreihe deutlich verkürzt ist. Es fehlen mindestens die Zähne 8, 7, 6 und im hinteren Bereich des Kiefers ein Pfeiler zur Abstützung. Diese Freiendseite kann auf einer Seite vorhanden sein, oder auch auf beiden Seiten, und findet sich durchaus auch bei jüngeren Patienten.

Ein entscheidener Vorteil von implantatgetragenem Zahnersatz bei Freiendsituationen ist, dass herausnehmbarer Zahnersatz vermieden werden kann und dass endständige Zähne zur Aufnahme von Halteelementen nicht beschliffen werden müssen. In der Regel sollte eine rein Implantat getragene Brückenkonstruktion geplant werden. Es ist jedoch auch möglich, eine festsitzende Brücke auf einem endständigen Zahn und einem dahinter befindlichen Implantat “gemischt” abzustützen.

Es gibt noch keine wissenschaftlichen, exakten Daten darüber, ob eine gemischte Abstützung langfristig von Nachteil ist.

Da der eigene, gesunde Zahn jedoch eine Beweglichkeit von bis zu 0,3 Millimetern aufweist das Implantat dagegen eine absolut feste, starre Verankerung im Kieferknochen darstellt kann man sich leicht vorstellen, dass es hier zu Problemen in der Statik kommen kann. Auf Grund dieser Überlegungen, werden solche gemischt abgestützten Versorgungsformen oft mit einem Teilungsgeschiebe versehen.

Dem Teilungsgeschiebe kommt dabei die Funktion eines “Stressbreakers” zu. Aber auch darüber gibt es keine gesicherten Aussagen, ob dies von tatsächlicher Effizienz ist. Im Zweifelsfall sollte daher der rein implantatgetragenen Abstützungsform der Vorzug gegeben werden.

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