Anti-Allergie-Implantate

Anti-Allergie-Implantate

Titan hat sich als Werkstoff für Knochenimplantate seit mehreren Jahrzehnten bewährt. Allergien gegen Titan selbst sind nicht bekannt, aber, wie so häufig, steckt der Teufel im Detail. Auch Reintitan-Materialien weisen gewisse – nicht unerhebliche – Mengen an unerwünschten Verunreinigungen auf, die in den gängigen Normen für medizinische Titanwerkstoffe als "Residuals", das heißt Restbestandteile, im Einzelnen nicht aufgeführt werden.

Dazu gehören bedauerlicherweise auch Nickel (Anteil bei Titan Grade 2 ca. 100 ppm, das entspricht 0,01 %) und der Amalgam-Bestandteil Zinn (bei Titan Grade 2 ca. 0,02 %).

Es ist nachvollziehbar, dass ein im Knochen verankertes Metallimplantat in Wechselwirkung mit dem lebenden umgebenden Knochen steht. Metall-Ionen aller Art, das heißt auch Nickel und Zinn, werden vom umgebenden Knochen aufgenommen. Diesen Vorgang nennt man Diffusion.

Damit dieser stoffliche Austausch unterbunden wird, benötigt man eine Diffusionsbarriere (Schutzschicht). Keramische Schutzschichten aus Zirkonium-Keramik (Zirkoniumdioxid) bieten dabei die optimale Barrierefunktion. Seit über zehn Jahren gibt es Zahn-Implantate mit dieser keramischen Schutzschicht und sie haben sich weltweit millionenfach bewährt.

Chronisch Kranke und zu Allergien neigende Menschen können davon profitieren. Labortests, wie zum Beispiel der Lymphozyten-Transformationstest, geben endgültige Gewissheit. Somit kann eine langfristige Gesunderhaltung des gesamten Organismus sichergestellt werden. Einschränkungen bezüglich der Implantat-Verwendbarkeit und der Einheilung gibt es bei Implantaten mit keramisierten Oberflächen nicht.

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