Logo DGI E.V. 11.08.2016

Zahnbehandlung: Vorteile und Risiken der Sedierung

In eher seltenen Fällen wird vor einer Zahnbehandlung statt einer Lokalanästhesie eine „beruhigende Narkose" eingeleitet, die „Sedierung". Grund für eine solche Medikamentengabe, die die Behandlung „wie im Schlaf" erscheinen lässt, können körperliche oder psychische Erkrankungen sein, bei denen eine lokale Anästhesie nicht zu einer ausreichenden Schmerzfreiheit und Entspannung führt.

Eine „beruhigende Sedierung" ist für den Organismus etwas weniger belastend als eine „Vollnarkose" und entspannt zudem über die Schmerzfreiheit hinaus – besonders für krankhaft ängstliche Patienten kann das hilfreich sein.  Bisher kennt man solche „Sedierung" vor allem aus der Allgemeinmedizin, beispielsweise bei einer Darmspiegelung wird diese beruhigende Form der Schmerzausschaltung oft angewendet. Eine klassische Vollnarkose ist – je nach Dauer und Intensität – ein größerer Aufwand für den Organismus mit erhöhten Risiken.

Was so gut klingt, hat, wie ein aktueller Beitrag in einem Fachjournal zeigt, aber durchaus auch Nebenwirkungen: Anders als bei einer Lokalanästhesie werden die Reflexe im Mund mit ausgeschaltet. Manche Patienten reagieren anders als erwartet auf solche Medikamente, und vor allem bei älteren Menschen ist es schwer abzusehen, ob die Sedierung die erwünschte Wirkung hat. Ärzte und Zahnärzte sowie ihre Behandlungsteams werden daher gezielt schult, um die Wirkung überwachen zu können.

Patienten, die aufgrund von Angst vor der Behandlung lieber „schlafen" wollen, während der Zahnarzt arbeitet, sollten wissen, so der Fachbeitrag, dass eine Sedierung eine Hilfe sein kann – aber auch Risiken mit sich bringt, die Laien nicht abschätzen können. Es müsse genau abgewogen werden, ob eine solche Belastung „angemessen" ist oder vielleicht doch eine Lokalanästhesie ohne begleitende Sedierung versucht werden sollte.

Logo DGI E.V. 18.08.2016

Forschung: Sicherheit der Implantate weiter verbessern

Medizinische Implantate wie zu Beispiel ein neues Kniegelenk ebenso wie zahnmedizinische Implantate stehen seit Jahren im Fokus der Wissenschaft: Sie haben betroffenen Menschen viel Lebensqualität zurückgebracht. Dennoch gibt es, statistisch gesehen, Einzelfälle, wo sich rund um solche Implantate Entzündungen entwickeln – aus den verschiedensten...

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Zahnungsbeschwerden: viele Hilfen für die Kleinen

Die meisten jungen Eltern kennen das: Nach einigen Wochen beginnt das Kind unruhig zu werden, weinerlich, bekommt vielleicht auch Fieber, ist „knatschig", vielleicht hat es auch Hautauschlag oder Durchfall. Diese und weitere Symptome begleiten meist das „Zahnen".

Kinderzahnärztin Ulrike Uhlmann hat in einem Fachbericht aufgelistet, welche milden...

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Mundhygiene: Alte Ziele, neue Produkte

Auch wenn die Wissenschaft heute erheblich mehr Details rund um das Geschehen im Mund kennt als früher, hat sich an den alten Empfehlungen nichts geändert: Nach wie vor geht nichts über das Zähneputzen. Versuche, beispielsweise über spezifische Tabletten mit „konkurrierenden Bazillen" den bakteriellen Zahnbelag zu beseitigen, waren bislang nicht...

Logo DGI E.V. 04.08.2016

Mundgeruch: Viele Ursachen

Mundgeruch kann viele unterschiedliche Ursachen haben: Einerseits können sie – und das ist weit überwiegend der Fall – im Mund selbst liegen. Nicht ausreichende Mundhygiene wäre hier beispielsweise zu nennen, eine fortgeschrittene Karies, entzündete Zahntaschen, schlecht geputzte Prothesen oder auch Gase, die sich unter einem nicht mehr korrekt...

Logo DGI E.V. 02.08.2016

Klarer Trend: Mehr Zahnerhalt, mehr Minimalinvasivität

Die Zahnmedizin hat in den letzten Jahren viele Entwicklungen erlebt, die sie insbesondere mit Blick auf die Verträglichkeit für den Patienten und den Erhalt der Mundgesundheit weitergebracht haben – der Bedarf nach „Ersatz" steht ersthinter der Aufgabe „Erhalt der natürlichen Gewebe". Nach der flächendeckenden Einführung der „Prophylaxe" vor rund...