Logo DGI E.V. 05.04.2016

Blutgerinnungshemmer: Bei Implantation absetzen?

Viele vor allem ältere Patienten erhalten zur Vorbeugung von Blutpropfbildung und dem damit einhergehenden Risiko von Schlaganfällen oder Herzinfarkten sogenannte Antikoagulantien: Diese Medikamente hemmen die Blutgerinnung und machen das Blut leichtflüssiger. Der ungünstige Nebeneffekt: Schon bei kleinen Verletzungen sind Blutungen meist nur schwer zu stillen.

In der Zahnarztpraxis müssen daher Patienten, die solche Medikamente (Markenname beispielsweise Marcumar) einnehmen, auf eventuell gefäßverletztende Behandlungen besonders vorbereitet werden. Bisher bedeutete das, dass diese Patienten rund eine Woche vor dem geplanten kleineren oder einem größeren Eingriff wie beispielsweise einer Implantatbehandlung ihr Medikament absetzen mussten – was trotz weiterer Maßnahmen das mögliche Risiko für einen Schlaganfall in dieser Zeit nicht ganz ausschloss.

Wie Prof. Dr. Georg Maschmeyer, Hämatologe an einer Klinik in Potsdam, kürzlich bei einem Zahnärzte-Fachkongress in Berlin berichtete, steht inzwischen eine neue Generation an Antikoagulantien zur Verfügung, die im Vorfeld eines operativen Eingriffs nicht mehr abgesetzt werden müssen. Bislang konnten sie sich in der Medizin noch nicht wirklich durchsetzen, weil ein „Gegenmittel" fehlte, um eine übermäßige Blutung zu stoppen. Solche Präparate stehen aber derzeit kurz vor der Zulassung, so dass es in naher Zukunft deutlich einfacher wird, auch Patienten, die Gerinnungshemmer nehmen müssen, in Zahnarztpraxen chirurgisch zu behandeln und beispielsweise mit Implantaten zu versorgen.

Logo DGI E.V. 23.08.2016

Kontrollbesuch beim Zahnarzt: wie oft ist normal?

In Ratgebern werden zumeist halbjährliche Besuche in der Zahnarztpraxis empfohlen, um den Mund auf Gesundheit oder erste Anzeichen einer Erkrankung hin zu untersuchen – und früh eingreifen zu können, ehe sich größere Schäden entwickeln. Der halbjährliche Rhythmus ist allerdings keine Regel: Es gibt viele Patienten, die ganz andere zeitliche Spannen...

Logo DGI E.V. 18.08.2016

Forschung: Sicherheit der Implantate weiter verbessern

Medizinische Implantate wie zu Beispiel ein neues Kniegelenk ebenso wie zahnmedizinische Implantate stehen seit Jahren im Fokus der Wissenschaft: Sie haben betroffenen Menschen viel Lebensqualität zurückgebracht. Dennoch gibt es, statistisch gesehen, Einzelfälle, wo sich rund um solche Implantate Entzündungen entwickeln – aus den verschiedensten...

Logo DGI E.V. 16.08.2016

Zahnungsbeschwerden: viele Hilfen für die Kleinen

Die meisten jungen Eltern kennen das: Nach einigen Wochen beginnt das Kind unruhig zu werden, weinerlich, bekommt vielleicht auch Fieber, ist „knatschig", vielleicht hat es auch Hautauschlag oder Durchfall. Diese und weitere Symptome begleiten meist das „Zahnen".

Kinderzahnärztin Ulrike Uhlmann hat in einem Fachbericht aufgelistet, welche milden...

Logo DGI E.V. 11.08.2016

Zahnbehandlung: Vorteile und Risiken der Sedierung

In eher seltenen Fällen wird vor einer Zahnbehandlung statt einer Lokalanästhesie eine „beruhigende Narkose" eingeleitet, die „Sedierung". Grund für eine solche Medikamentengabe, die die Behandlung „wie im Schlaf" erscheinen lässt, können körperliche oder psychische Erkrankungen sein, bei denen eine lokale Anästhesie nicht zu einer ausreichenden...

Logo DGI E.V. 09.08.2016

Mundhygiene: Alte Ziele, neue Produkte

Auch wenn die Wissenschaft heute erheblich mehr Details rund um das Geschehen im Mund kennt als früher, hat sich an den alten Empfehlungen nichts geändert: Nach wie vor geht nichts über das Zähneputzen. Versuche, beispielsweise über spezifische Tabletten mit „konkurrierenden Bazillen" den bakteriellen Zahnbelag zu beseitigen, waren bislang nicht...