23.06.2016

Mundhygiene in der Schwangerschaft

Hebammen sind wichtige Ratgeber für werdende und junge Mütter. Sie können auch dazu beitragen, dass Schwangere auf ihre Mundgesundheit und jene des Nachwuchses achten. Das belegt eine aktuelle Umfrage von Wissenschaftlern bei deutschen Hebammen. Die meisten machen die Mütter auf die gefährlichen Folgen unbehandelter Zahnfleischentzündungen aufmerksam. Werden diese nicht behandelt, können sie in eine Zahnbettentzündung (Parodontitis) übergehen.

Dies erhöht das Risiko einer Frühgeburt in Verbindung mit geringem Geburtsgewicht des Kindes. Darum riet jede zweite Hebamme zu einem vorsorglichen Zahnarztbesuch in der Schwangerschaft und mehr als 60 Prozent informierten darüber, dass schon der erste Zahn nach seinem Durchbruch geputzt werden muss. Die Wissenschaftler von der Universität Jena, die die Umfrage gestartet hatten, empfehlen das Wissen der Hebammen zum Thema Mundgesundheit auszubauen und stärker zu nutzen.